Gert Kekstadt MdHB Ihr SPD-Bürgerschaftsabgeordneter für Bergedorf

Veranstaltung “Nachhaltiges Frühstück” am 10.08. – ein Bericht

FrühstückDer SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Gert Kekstadt startete am Samstag, dem 10.08., mit seiner Einladung zum „Nachhaltigen Frühstück“ in der Ochsenwerder Wein- und Friesenstube seine diesjährige Veranstaltungsreihe. Beim mit 35 Personen mehr als gut besuchten Format, bei der die Expert/innen nicht wie üblich auf dem Podium unter sich debattierten, sondern nach einem kurzen Input jeweils direkt an den Tischen mit den Frühstücksgästen diskutierten, ging es um ein Herzensthema des Bergedorfer Abgeordneten/agrarpolitischen Sprechers: den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung und für mehr Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie. Dabei ging es Gert Kekstadt wie immer darum, möglichst vielfältige Perspektiven in die Veranstaltung einfließen zu lassen/einzubringen. Neben Arne Meyer, dem Besitzer der Wein- und Friesenstube und der Marschländer Elblounge, waren ebenfalls Angela Becker von den Landfrauen Hamburg, Andreas Kröger, der Präsident der Landwirtschaftskammer, und Tjark Röhrs und Stefan Muhl von den Awo Hamburg Diensten dabei. Eigens für das Frühstück war zudem die Vizepräsidentin des Landtags Schleswig-Holstein, Kirsten Eickhoff-Weber, angereist.

Einig waren sich alle darin, dass der entscheidende Faktor zur Bekämpfung der Verschwendung in der signifikanten Erhöhung der Wertschätzung für Lebensmittel liege und damit einhergehend auch in der Erhöhung der Preise sodass die Erzeuger/innen der Ware auch von ihren Produkten leben können. Dadurch, dass die Lebensmittel so „billig“ seien, werde es den Menschen auch zu einfach gemacht, diese wegzuschmeißen. Ein großes Problem für uns Konsument/innen und für die Produzent/innen sei der Konzentrationsprozess im Handel auf einige wenige Anbieter und der dadurch bedingte schwindende Einfluss nachfragerseitig. In diesem Zusammenhang müsse auch die Kennzeichnung der Lebensmittel verbessert werden. Nur wenn auch wirklich erkennbar sei, wo die Produkte im Einzelnen herkämen, könnten wir Verbraucher/innen uns bewusst für die regionale und nachhaltige Alternative entscheiden. Auch das oftmals falsch interpretierte Mindesthaltbarkeitsdatum veranlasse noch zu viele Menschen dazu, genießbare Lebensmittel wegzuwerfen. Dabei müsse selbstverständlich darauf geachtet werden, dass keine Zweiklassengesellschaft geschaffen würde: Die einen, die es sich leisten könnten und die anderen, die es sich nicht leisten könnten. „Einfach den Mehrwertsteuersatz auf Fleischprodukte zu erhöhen, macht daher keinen Sinn“ so Gert Kekstadt. Auch die Europäische Agrarförderung müsse geändert werden. „Die Förderung nach Fläche ist nicht mehr zeitgemäß, künftig muss die Qualität im Sinne der Nachhaltigkeit gefördert werden“, betont der Bürgerschaftsabgeordnete.

Eine gute Aufklärung hinsichtlich des Wertes unserer Lebensmittel müsse so früh wie möglich erfolgen. Die Hamburger Landfrauen hätten sich dieser Aufklärungsverantwortung schon lange angenommen. Sie würden in KiTas und Schulen gehen, um schon den Kleinsten einen vernünftigen Umgang mit unseren Nahrungsmittteln zu vermitteln. Damit verbunden sei natürlich immer die Hoffnung, dass die Kinder wiederum ihre Eltern motivieren, sich dieses Themas anzunehmen. Die Schulcaterer, die für das Essen in den Schulen verantwortlich sind, könnten diese Aufgabe bei einem Preis von 3.50,-€ pro Essen nicht zusätzlich übernehmen. Schon jetzt sei es fast unmöglich, die immer weiter steigenden Anforderungen mit einer sozialen Verantwortung umzusetzen. Für Gert Kekstadt ist klar: „Die Verringerung der Lebensmittelverschwendung fängt bei jedem Einzelnen von uns an, die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen aber muss die Politik schaffen.“ Die SPD sei dabei und er insbesondere würde sich dieses Themas auch weiterhin intensiv annehmen.

Auch in dieser Veranstaltung sprach sich der Bürgerschaftsabgeordnete Gert Kekstadt eindeutig gegen die Öffnung der Dove Elbe aus.

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