Gert Kekstadt MdHB Ihr SPD-Bürgerschaftsabgeordneter für Bergedorf

Neues Hamburgisches Krebsregistergesetz tritt in Kraft

Das Hamburgische Krebsregister ist seit dem 1. Juli 2014 ein integriertes klinisch-epidemiologisches Krebsregister. In einer Pressemitteilung erklärt die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz dazu: “Während bisher ausschließlich krebsbedingte Neuerkrankungs- und Sterbefälle der Hamburgerinnen und Hamburger erfasst wurden, wird es künftig möglich sein, Krankheitsverläufe und -therapien der in Hamburg behandelten Krebspatientinnen und -patienten anhand objektiver Informationen sektor- und fachdisziplinübergreifend zu vergleichen. Ziel ist es, die Qualität der onkologischen Versorgung weiter zu verbessern. Aus dem novellierten Hamburgischen Krebsregistergesetz ergeben sich auch Neuerungen für die behandelnden ärztlichen Einrichtungen.”

Das Hamburgische Krebsregistergesetz wurde am 21. Mai 2014 von der Bürgerschaft geändert. Mit Wirkung vom 01. Juli sind ärztliche Praxen und Kliniken in Hamburg, die Krebspatientinnen und -patienten versorgen, zur Weitergabe von Diagnose-, Therapie- und Verlaufsangaben an das Hamburgische Krebsregister verpflichtet. Mit diesen Daten steht den Behandlern, der Forschung und der Öffentlichkeit künftig eine objektive und valide Grundlage zur Verfügung, um die Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten in der Hansestadt angemessen zu beurteilen.

„Das neue klinische Krebsregister wird dazu beitragen, die Qualität von Krebsbehandlungen in Hamburg weiter zu verbessern. Es wird für mehr Klarheit und Transparenz darüber sorgen, wo und wie am erfolgreichsten behandelt wird“, sagt Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Die nun beginnende klinische Krebsregistrierung knüpft an die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Hamburger Ärztinnen und Ärzten im stationären und im niedergelassenen Bereich an. Zu den neuen Meldeverfahren und den rechtlichen Änderungen informiert die Gesundheitsbehörde in diesen Wochen durch persönliche Anschreiben, im Rahmen von Veranstaltungen und über das Internet unter http://www.hamburg.de/krebsregister/. Informationen für Krebspatientinnen und -patienten werden ebenso wie Meldevorlagen und Datensatzbeschreibungen bereitgestellt.

In der Hamburger Bevölkerung wird pro Jahr etwa 10.000 Mal die Diagnose Krebs gestellt. Rund 4.700 Menschen sterben jedes Jahr an einer Krebserkrankung. Genauere Informationen zum Krankheits- und Behandlungsgeschehen bedeuten einen erheblichen Gewinn an Transparenz und können für eine konstruktive Weiterentwicklung der Versorgung genutzt werden. Hamburg ist aufgrund der breiten Unterstützung der Ärzteschaft, der Politik und der Krankenkassen das erste Bundesland, das über eine gesetzliche Grundlage für die flächendeckende klinische Krebsregistrierung im Sinne des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes von 2013 verfügt.

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