Gert Kekstadt MdHB Ihr SPD-Bürgerschaftsabgeordneter für Bergedorf

Spannende Diskussion zum Rentensystem

Metin Hakverdi, Florian Boecker und Gert Kekstadt (von links)

Metin Hakverdi, Florian Boecker und Gert Kekstadt (von links)

Am 14. November hatte der Bergedorfer Bürgerschaftsabgeordnete Gert Kekstadt um 18 Uhr in sein Abgeordnetenbüro eingeladen zu einer weiteren Veranstaltung von “Gert Kekstadt im Gespräch”. Dabei diskutierte er vor rund 20 Interessierten mit dem Bergedorfer Bundestagsabgeordneten Metin Hakverdi und Florian Boecker von der Deutschen Rentenversicherung Bund über “Europäische Rentensysteme und Alterssicherung”.

Festzustellen ist, dass in Europa eine Vielfalt von Altersicherungssystemen existiert. Seit den 1990er Jahren ist zu beobachten, dass die Sicherungssysteme in Europa vor ähnlichen Herausforderungen stehen und daher sind weitreichende Rentenformen eingeleitet worden. Der Reformdruck hat sich durch die Banken-, Finanz- und Schuldenkrise massiv erhöht. Von den 28 Mitgliedstaaten haben 26 das Rentenzugangsalter angehoben bzw. den künftigen Anstieg beschlossen. Eine Angleichung des Rentenniveaus zwischen Frauen und Männern wird endgültig erst nach 2020 erreicht. Im Fazit kann festgehalten werden, dass sämtliche Reformen den künftigen Status der Rentner verschlechtert haben.

Im Ergebnis kann gesagt werden, dass sich die Europäischen Rentensysteme annähern. Zumindest existiert in Deutschland, Schweden, der Schweiz und den Niederlanden ein Drei-Säulen-System. Mit unterschiedlichen Bezeichnungen, Voraussetzungen und Finanzierungssystemen existieren eine Art stattliche Grundrente, betriebliche Vorsorge und als dritte Säule, eine private zusätzliche Vorsorge. Spannend ist auch festzustellen, dass in Europa die Arbeitgeber häufig, anders als in Deutschland, einen höheren Beitrag zur Altersversorge für die ArbeitnehmerIn zu tätigen haben. Des weiteren wird sich wohl eine Mischfinanzierung aus Umlage-, Steuer- und Kapitalfinanzierung etablieren. Dabei ist auf den sogenannten Generationsvertrag nicht zu verzichten. Weiter ist eine Lösung zu finden, wie ein Anreiz für Menschen mit geringen bzw. nicht konstanten Einkommen geschaffen werden kann, sich an einer privaten Vorsorge zu beteiligen.

Zum Abschluss der Veranstaltung hat Florian Boecker festgestellt, dass das deutsche Rentensystem sicher ist, nur über die Höhe des  Rentenniveaus lässt sich diskutieren. Neben der demographischen Entwicklung ist auch das Lohnniveau maßgeblich für die Rente. Daher ist die Grundforderung der SPD “Guter Lohne für Gute Arbeit” richtig. Mit der Einführung des Mindestlohn ist der erste Schritt gemacht worden.

Aus diesem Grunde werden sich Metin Hakverdie und Gert Kekstadt diesem Thema weiter annehmen und weitere Veranstaltungen im nächsten Jahr planen.

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