Gert Kekstadt MdHB Ihr SPD-Bürgerschaftsabgeordneter für Bergedorf

Sonderbedarf für Arztsitze im Bereich Gynäkologie und Hausarzt in Bergedorf

Katja Kotzbau, SPD-Abgeordnete in der Bezirksversammlung Bergedorf und Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Integration

Katja Kotzbau, SPD-Abgeordnete in der Bezirksversammlung Bergedorf und Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Integration

Seit vielen Jahren setzt sich die SPD-Fraktion Bergedorf für eine deutlich bessere medizinische Infrastruktur für Bergedorf ein. Bereits 2014 erhielt die SPD-Fraktion auf Anfrage bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) die Rückmeldung, dass eine bezirkliche Unterversorgung in den Bereichen Gynäkologie und vor allem Hausarzt besteht. Bis heute hat sich daran nicht viel verändert.

Daher hat die SPD-Fraktion zusammen mit der Fraktion der Grünen in der letzten Bezirksversammlung erneut einen Antrag auf Sonderzulassung in diesen Bereichen für Bergedorf gestellt. Neben einer Sonderzulassung Gynäkologie für Neuallermöhe wird eine Sonderzulassung Hausarzt vor allem für das neu entstehende Quartier im Gleisdreieck Mittlerer Landweg gefordert.

Dies liegt vor allem an zwei Punkten. Zum einen wird jeder dritte Hausarzt in den kommenden Jahren in Ruhestand gehen und nur ein Drittel der notwendigen Hausärzte kommt neu hinzu. Dies liegt vor allem daran, dass viele angehende Ärzte die letzten Prüfungen nicht ablegen oder eine weitere Facharztausbildung anstreben. Zum anderen wächst Bergedorfs Bevölkerungszahl stetig an durch den Zuzug von geflüchteten Menschen, Studentinnen und Studenten oder auch Familien, die z. B. die Vier- und Marschlande als naturbelassenen und grünen Wohnraum für Ihre Kinder entdecken. Mit dieser Entwicklung muss auch die medizinische Infrastruktur wachsen.

Bereits heute gibt es in vielen Arztpraxen im Bezirk Bergedorf Aufnahmestopps. Für neu nach Bergedorf gezogene Menschen ist es ein Glücksspiel, einen Haus-, Frauen-, oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt etc. mit noch freien Kapazitäten zu finden. Diese Entwicklung fördert nicht nur die zwei Klassengesellschaft im Gesundheitssystem mit gesetzlich und privat versicherten Personen, sondern trägt weiter zu einer zu geringen Vorsorge einzelner Mitbürgerinnen und Mitbürger bei. Bei all diesen Entwicklungen zieht sich die zuständige Stelle der Kassenärtzlichen Vereinigung Hamburg, inklusive deren Vorstandvorsitzender Herr Plassmann, hinter Gesetzestexte und allgemeine, fast schon langweilige Ausreden zurück. Anstatt ein wenig der vorhandenen Kreativität und Arbeitskraft in die wirkliche Thematik zu stecken, werden einseitige Berichte in Fachzeitschriften veröffentlicht, welche nicht nur die politische Arbeit der frei gewählten Abgeordneten massiv kritisieren, sondern sogar in Gänze in Frage stellen. Eine gute fachliche und inhaltlich sinnvolle Diskussion mit der KVH wird es wohl zu dieser Thematik mit den Fachpolitikern vor Ort nicht mehr geben. Das ist schade, entlarvt sich die KVH so doch als eine reine Interessenvertretung der Ärzteschaft.

Dennoch wird sich die SPD-Fraktion Bergedorf weiterhin für eine bessere und vor allem ausreichende medizinische Versorgung Bergedorfs einsetzen. Unsere Kreativität ist noch nicht am Ende und Herr Plassmann wird weiterhin kluge und fachlich diskutierbare Vorschläge und Forderungen erhalten.

Katja Kotzbau

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